Ein Trampolin als beliebtes Sportgerät

Steigende Popularität von Trampolins bei jung und alt

Ein Trampolin ist ein Sportgerät, das sich immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Denn es lassen sich damit nicht nur spektakuläre Salti und Schrauben turnen, sondern auch der Gleichgewichtssinn und die Koordination trainieren. Gerade im Sportunterricht für Kinder findet das Trampolin häufig Anwendung, können die Kleinen doch so spielerisch ihre Koordination trainieren.

Doch auch für Erwachsene, die an ihrer Fitness arbeiten möchten, bietet sich dieses Sportgerät an. Auch zur Gewichtsreduktion eignet es sich hervorragend, da es aufgrund der federnden Wirkung gerade für fülligere Menschen besonders geeignet ist. Denn Gelenke, Sehnen und Bänder werden beim Trampolinspringen geschont.

Die Historie des Trampolins

Doch die Erfindung des Trampolins verdankt einer ganz anderen Situation ihren Ursprung. Denn das Trampolin wurde im Zirkus erfunden. Für die Hochartisten, die bis Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts ihre Künste den faszinierten Zuschauern darboten, waren die Übungen unter der Zirkuskuppel recht gefährlich.

So ging man dazu über, die Artisten mit einem Sicherheits-Fangnetz, das über den Boden gespannt wurde, gegen den Fall aus luftiger Höhe abzusichern. Somit bürgerte es sich nach und nach ein, dass die Artisten nach Abschluss ihrer Schau sich in dieses Fangnetz fallen ließen und dort für die Zuschauer noch ein paar Salti drehten. Die Besucher des Zirkus waren schlichtweg begeistert. Daraus entwickelten die Artisten dann nach und nach eine eigene Zirkusnummer, die ebenfalls auf große Begeisterung stieß. So wurde das Trampolinspringen erfunden.

Das Trampolin von Georg Nissen

Der Hochartist Georg Nissen entwickelte aufgrund dieser ersten Sprunggeräte dann Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts das bis dahin beste Trampolin. Nissen gründete eine Firma, die dann die Trampoline herstellte. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Springsport beinahe schon zu einem Breitensport. Die Trampoline aus dem Hause Nissen wurden weltberühmt und der Absatz boomte.

Auch in Deutschland machte man sich an die Entwicklung eines Trampolins. Doch die Entwicklungen aus Deutschland reichten an das Trampolin aus dem Hause Nissen nicht heran. Im Jahr 1958 stellte Nissen seine professionellen Turngeräte dann zum Deutschen Turnfest in München vor. Allerdings stieß das Trampolin seinerzeit auf wenig Gegenliebe. Die junge Disziplin fand keinen Einlass in den internationalen Turnerbund. Erst im Jahr 1964 wurde der internationale Trampolin-Verband F.I.T. gegründet. Der Gründung ging ein Treffen der Trampolin-Nationen im Jahr 1964 voraus, das vom Deutschen Turnerbund initiiert wurde. Hiermit begann der Triumpfzug des Trampolins.

Das Trampolin wird immer populärer

Denn bereits im selben Jahr fanden in London die ersten Welttitelkämpfe statt. Von nun an gab es für das Trampolin kein Halten mehr. Der Springsport eroberte nicht nur die Turnhallen der Schulen und Turnverbände, es wurden sogar Weltmeisterschaften ausgetragen. Im Jahr 1996 fand in Vancouver gar schon die 19. Weltmeisterschaft. Zwei Jahre später wurde die Trampolin Weltmeisterschaft in Sidney ausgetragen.

Interessant ist, dass im Jahr 1999 schließlich das erste Mal eine Trampolin Weltmeisterschaft in Afrika, genauer gesagt, in Sun City in Südafrika, stattfand. Inzwischen ist der Trampolin Sport sogar olympisch. Seit der Olympiade 2000 in Sidney ist das Trampolin olympisches Sportgerät. Die Wettkämpfe werden in der Trampolin-Einzelkonkurrenz ausgetragen.

So hat sich aus der eigentlichen Idee, die Hochartisten des frühen Zirkus gegen schwere Unfälle durch Abstürze zu sichern, im Laufe der Jahrzehnte ein spannendes und hochsportliches Turngerät entwickelt. Das Trampolin ist nicht nur im Breitensport sehr beliebt, sondern sogar bei den Olympischen Spielen eine große Rolle spielt.



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